Twitter automatisieren und verwalten – drei wichtige Twitter-Tools

Die Webapplikation von Twitter ist für sich gesehen schon ein mächtiges Tool. Allerdings gibt es auch einige Einschränkungen, die ein wenig nervig sein können.

Die Verwaltung der Follower ist über die Twitteroberfläche nur sehr rudimentär möglich. Außerdem wäre es nützlich, wenn man verschiedene Dinge automatisieren könnte, um die gewonnene Zeit auf andere Art sinnvoll zu verwenden. Auch das ist aber über die Oberfläche der Twitter-Anwendung nicht möglich.

Zum Glück haben mehrere externe Dienste-Anbieter diese Lücken entdeckt und stellen verschiedene Tools bereit, um sie zu schließen. Vor allem bei großen Followerzahlen macht es Sinn, solche Tools zu verwenden.

Es gibt sehr viele solcher Tools, manche davon sind kostenlos, andere erfordern, dass man sich ein Abonnement kauft, um die Funktionen verwenden zu können. Im Folgenden beschreibe ich drei Applikationen, die über eine Weboberfläche zugänglich sind.

Die von mir vorgestellten Tools stellen auch in ihrer kostenlosen Grundversion genug Funktionen zur Verfügung, um dir die Arbeit zu erleichtern.

Es handelt sich dabei um

  • Manage Flitter
  • Social JukeBox
  • Crowdfire

Diese Liste ist bestimmt nicht vollständig, aber das sind die Tools, die ich mir persönlich genauer angesehen und für nützlich befunden habe.

Wie erwähnt, gibt es zahllose dieser Helfer auf dem Markt, also bitte nicht böse sein, wenn genau dein Lieblingstool nicht dabei ist.

Manage Flitter – Follower verwalten

Zum Aufräumen meiner Follower-Listen verwende ich Manage Flitter.

Manage Flitter vergleicht deine Follower-Liste mit einer Liste der Accounts, denen du selbst folgst, und zeigt dir dann die an, die dir nicht zurückfolgen. An dieser Stelle wandelt sich das doch sehr humane „Amigo-Prinzip“ ins alttestamentarische „Auge um Auge“ oder „Wie du mir, so ich dir“.

Manage Flitter - Twitter automatisieren und verwalten

Manage Flitter – Twitter automatisieren und verwalten

 

Wie du mir, so ich dir!

Du folgst denen, aber sie folgen dir nicht zurück? Unverschämtheit! Dann werden sie jetzt von dir entfolgt!

Am besten wählst du die Anzeige so, dass dir die ältesten Accounts zuerst angezeigt werden. Die „Ältesten“ sind in diesem Fall diejenigen Accounts, denen du am längsten folgst. Wenn du die Liste dieser Twitter-User betrachtest, dann siehst du neben dem Profilbild einen Unfollow-Button. Einfach draufdrücken und schon hast du einen weniger in deiner „Folge Ich“-Liste.

Die Anzahl der Unfollow-Aktionen, die du pro Tag bei Manage Flitter durchführen kannst, ist leider zunächst eingeschränkt. Du kannst aber die Anzahl erweitern, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen, einfach indem du zum Beispiel dem Twitter-Account von Manage Flitter folgst oder einen von Manage Flitter empfohlenen Tweet an deine Follower schickst. Manage Flitter macht dich beim Erreichen deiner aktuellen Obergrenze darauf aufmerksam, was genau du tun musst.

So kannst du bis zu 800 kostenlose Follower-Aktionen freischalten, ohne dafür bezahlen zu müssen.

Manage Flitter analysiert auch deine Follower und bietet dir ein paar Listen mehr an, als nur diejenigen, die dir nicht folgen wollen.

So kannst du dir mutmaßliche Spammer anzeigen lassen oder Leute ohne Profilfoto. Auch Follower, die nicht deutsch sprechen, kannst du dir anzeigen lassen.

Natürlich kannst du denen genauso einfach entfolgen, wie bereits oben von mir beschrieben. So bekommst du also nicht nur deine „Folge-Ich“-Liste verkleinert, sondern kannst sie auch qualitativ verbessern, indem du sinnlose Accounts entfernst.

Manageflitter gibt es unter dieser URL zu finden: https://manageflitter.com/

Social Jukebox – Twitter automatisieren

Permanent die Tweets von Hand abzuschicken, das kann schnell nervtötend sein. Wer hat schon Zeit und Lust rund um die Uhr dazusitzen und Tweets zu schreiben? Damit du trotzdem eine entsprechende Anzahl von Tweets im Laufe des Tages absetzen kannst, empfiehlt sich die Verwendung eines Automatisierungstools.

In Social Jukebox kannst du mehrere sogenannte Tweet Jukeboxen definieren. In jeder Tweet Jukebox wiederum kannst du eine ganze Anzahl von Tweets definieren. Auch Fotos kannst du dir hier zu den Tweets dazu packen.

 

Social Jukebox - Twitter automatisieren und verwalten

Social Jukebox – Twitter automatisieren und verwalten

 

Nachdem du die Tweets definiert hast, kannst du jetzt im Planungs-Tab (Schedule) festlegen, in welchen Zeitabständen die Tweets dieser Jukebox abgespielt werden sollen.

Wenn du zehn Tweets eingestellt hast, dann könntest du beispielsweise festlegen, dass die Tweets im Abstand von zwei Stunden zwischen 4 Uhr am Morgen und 0:00 Uhr Mitternacht abgespielt werden.

Social Jukebox übernimmt dann das Twittern für dich und schickt pünktlich zur angegebenen Zeit den Tweet raus. Auch für Facebook bietet Social Jukebox Möglichkeiten der Automatisierung an.

Neben dem manuellen Planen der Tweets bietet Social Jukebox die Möglichkeit, die Tweetplanung von der Applikation durchführen zu lassen, was hin und wieder sehr nützlich sein kann.

Übertreiben solltest du das automatisierte Twittern aber nicht!

Ein oder höchstens zwei Tweets pro Stunde solltest du bestenfalls ins Auge fassen. Damit deine Follower sich nicht langweilen, solltest du die Tweets möglichst abwechslungsreich gestalten.

In der kostenlosen Variante kannst du zwei Jukeboxen erstellen, aber leider nur fünf Tweets pro Tag absetzen. Aber das ist schon einmal besser als nichts. Am Ende der Woche hast du so 35 Tweets verschickt, am Ende des Monats werden es 1000 Tweets sein. Und du musstest dafür keinen Finger selbst rühren.

Die kostenpflichtige Variante ohne Beschränkungen kostet etwa 10€ pro Monat. Dieses Abo kannst du jederzeit zum Monatsende wieder kündigen.

Social Jukebox kannst du hier finden: https://www.socialjukebox.com

Crowdfire – Automatische Willkommensnachrichten

Neben den herkömmlichen, ungerichteten Tweets, in denen du durch das Hinzufügen eines „@name“ auch Personen markieren und somit über die Mitteilungen benachrichtigen kannst, gibt es bei Twitter die Direktnachrichten, die du gezielt zur privaten, direkten Kommunikation mit einer bestimmten Person verwenden kannst, ohne dass die ganze Welt mitliest.

Leider hat man schon frühzeitig erkannt, dass man diese Direktnachrichten auch gut automatisiert verschicken kannst. Kaum folgt man ein paar neuen Leuten, rauschen die Direktnachrichten herein. Meistens mit einer Aufforderung der Art „Hey, verbinde dich doch auch mit meinem Facebook-Profil“ und allerhand Anderes, was sich Leute so als sinnvoll ausgedacht haben.

Ab der zwanzigsten Direktnachricht nervt das aber eigentlich nur noch. Und so kommt es, dass ein Großteil der Twitter-Gemeinde diese Direkt-Nachrichten schlichtweg ignoriert.

So auch ich in den meisten Fällen, und ich verspreche dir, auch du wirst das nach kurzer Zeit tun.

Nun könntest du denken, das wäre alles Grund genug, auf automatisierte Nachrichten dieser Art zu verzichten. Du willst ja keinen deiner neuen Follower nerven.

Falsch gedacht!

Die Vorteile wiegen die Nachteile auf. Wenn die meisten Leute die Direktnachrichten eh ignorieren, dann ist es doch eigentlich egal, wenn man ihnen eine schickt. Die ignorierte Nachricht interessiert niemanden. Dafür kann es sein, dass deine Nachricht hin und wieder doch mal jemanden erreicht, der noch nicht von den Direktnachrichten genervt ist, sie liest und tatsächlich auch ernst nimmt.

 

Automatische Direktnachrichten mit Twitter - Crowdfire

Automatische Direktnachrichten mit Twitter – Crowdfire

 

Im Grunde genommen gibt es bezüglich der Direktnachrichten drei mögliche Verhaltensmuster:

 

  1. Nicht genervt sein und Nachrichten lesen
  2. Genervt sein und Nachrichten trotzdem lesen
  3. Genervt sein und Nachrichten ignorieren

 

Für Gruppe 1 und 3 sind die Direktnachrichten egal. Sie ignorieren sie oder finden sie sogar gut. Nur die zweite Gruppe könnte zu dem Schluss kommen, dass diese eine Direktnachricht, die von dir verschickt wurde, Grund genug sein könnte, dich zu entfolgen. Gruppe 1 und 3 sind in der Hinsicht völlig neutral.

Tatsächlich wird dich wegen einer direkten Willkommensnachricht kaum mal einer entfolgen.

Und falls doch? Tja, dann heißt es „Lebe wohl!“ – du drehst dich cool um und wendest dich neuen Followern zu. Es gibt Millionen anderer Twitter-User. Du kannst nichts dafür, dass dieser einsame Twitterer das Twitterprinzip noch nicht verstanden hat.

Zum Glück gibt es ein Tool, mit dem man solche Willkommensnachrichten automatisieren kann: Crowdfire

Nachdem du die automatische Willkommensnachricht definiert hast, fängt Crowdfire damit an, diese an deine neuen Follower zu verschicken.

Jeder neue Follower, der sich dazu entschlossen hat, dir zu folgen, erhält automatisch eine Willkommensnachricht. Im Beispiel oben habe ich eine Botschaft für die englischsprechenden Follower meiner Webseite AmazingTemples.com erstellt und fordere sie gleichzeitig dazu auf, mein Buch bei Amazon anzuschauen.

Denn dafür ist die Willkommensnachricht bestens geeignet: Aufforderungen zur Interaktion zu verschicken.

Mit Crowdfire lassen sich neben den AutoDMs auch Followerlisten verwalten. In der kostenlosen Grundversion ist die Zahl aber auf 100 beschränkt, weshalb ich dafür lieber das oben erwähnte Manage Flitter verwende.

Crowdfire findest du unter der folgenden URL: https://www.crowdfireapp.com/

Wie sind deine Erfahrungen mit Verwaltungs- und Automatisierungstools für Twitter?


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