Wie man Follower gewinnt – Twitter für Autoren und Selfpublisher

In diesem Artikel geht es um die folgenden Themen:

  • Wozu brauchst du Follower?
  • Relevanz und Einfluß
  • Das Netzwerk und seine Reichweite
  • Ein Hand wäscht die andere – Follower gewinnen
  • Obergrenzen

 

Wozu brauchst du Follower?

Gehörst du zu den reichen oder eher armen Twitter-Usern? Das verrät dir die Anzahl deiner Follower, also der Leute die dich auserkoren haben dir zu folgen und so bevorzugt in den Genuß deiner Twitterkreativität kommen.

 

Follower, das ist sozusagen die Währung in den sozialen Netzwerken, auch wenn sie in anderen Social Media Plattformen anders genannt werden. Die Follower bei Twitter, das sind die Freunde bei Facebook und die Abonnenten bei Instagram. Je mehr man davon hat, desto besser geht es einem.

 

 

Denn die Follower haben eine wichtige Aufgabe. Sie sind es, die deine Twee
ts bevorzugt angezeigt bekommen und die dann mit Hilfe von Likes und Retweets für eine noch größere Verbreitung sorgen. In manchen Social Media Werken werden sie in ihrer Gesamtheit als „tribe“ – Stamm bezeichnet. Ich nenne sie  lieber Fanclub. Sie verbindet normalerweise ein gleiches Interesse und sie folgen dir, weil du ihr Interesse befriedigst.

Je mehr Follower du hast, desto größer kann dein Einfluß sein. Ich schreibe kann, denn es muss nicht so sein.  Man kann sich follower nämlich auch kaufen. Kaum, dass man eine zetlang bei Twitterunterwegs ist bekommt man unweigerlich entsprechende Angebote geschickt. Man bekommt für wenige Euro 100, 1000 oder noch mehr follower versprochen und tatsächlich funktioniert das auch, und macht trotzdem KEINEN Sinn.

Von gekauften Followern ist dringend abzuraten, denn sie bringen nur dem der sie verkauft hat etwa, du selber hast gar nichts davon. Das Gros der gekauften Follower sind nämlich Fake-Accounts. Also erfundene Benutzer, hinter deren Profilfassade sich nur ein gefühlloser Automatismus – ein Bot verbirgt. Auch wenn du 50000 Fake-Follower bekommen solltest, da sie nicht wirklich existieren haben sie selber kaum echte Follower. Fake Follower reweeten nichts oder nur Müll und sie geben dir auch kein likes für deine Tweets. Sie lassen nur die Zahl deiner Follower größer erscheinen, aber vermindern deine Relevanz.

Du brauchst aber likes, damit deine Tweets in den Suchergebnissen weiter oben erscheinen.

Hier ein Beispiel. Wenn man nach einem bestimmten Suchbegriff, in diesem Fall nach dem Hashtag #indielesefestival, sucht, erhält man von Twitter eine spezielle Seite mit Suchergebnissen. Unter anderem bekommt man hier Tweets in zwei unterschiedlichen Rubriken angezeigt. Top und Neueste. Unter Top werden die Tweets mit der größten Relevanz angezeigt. Das sind dann zunächst einmal Tweets von den Leuten, denen du folgst. Aber auch die Beliebtheit eines Tweets der den von dir gesuchten Hashtag enthält, die Anzahl der Likes, die er bekommen hat und wie oft er retweetet wurde, ist  von Relevanz für das Suchergebnis. Und da wollen wir hin. Ganz nach oben in den Suchergebnissen. Also brauchen wir möglichst viele Interaktionen mit unseren Tweets. Und die bekommst du am einfachsten wenn du viele relevante Follower hast. Follower, die tatsächlich existieren und das gut finden , was du in Form von Tweets von dir gibst.

Relevanz und Einfluß

Vorher will ich aber noch kurz über die Begriffe  Relevanz und Einfluß reden. Relevanz können Tweets haben. Ob ein Tweet für einen bestimmten User Relevanz hat bestimmt Twitter. Je nachdem wie relevant  Twitter einen Tweet einschätzt wird dieser Tweet weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt. Der Bewertungs-Algorithmus, der da von Twitter verwendet wird ist geheim, aber wenn man versucht sich in Twitter hinein zu versetzen, dann kann man doch das ein oder andere Kriterium erkennen. Trotzdem its das folgende rein spekulativ.

Da wäre zunächst das Alter des Tweets, je frischer, desto besser. Ein weiteres Kriterium dürfte die Zahl der Retweets und Likes sein. Je höher die Zahl, desto weiter vorne in der Topliste dürfte der Tweet zu finden sein.

Eine gewichtige Rolle dürfte auch die Urheberschaft des Tweets spielen. Denn auch einen User kann man bewerten. Das Maß, das dabei zum Tragen kommt ist der Einfluß (=Influence), den dieser User im Netzwerk hat. Einen großen Einfluß hat ein User der viele Follower hat. Aber nicht nur die reine Zahl, auch das Verhältnis der Anzahl der Follower zur Anzahl der Verfolgten spielt eine Rolle. Ein User der deutlich mehr Leuten folgt, als dass Leute ihm zurück folgen ist verdächtig nur Müll zu twittern oder nur zu versuchen durch aggressives folgen andere auf sich aufmerksam zu machen.

Dazu kommt die Aktivität, also wie aktiv ein User ist, wie oft er  twittert und wie beliebt seine Tweets bei seiner Followergemeinde sind. Auch ob der User von anderen Usern in Listen aufgenommen wird, kann als Maß herangezogen werden.  Nimmt man alle diese Kriterien zusammen, dann kann man leicht einen Wert für den den Einfluß, den so ein User hat, ermitteln.

Auch, ob es einer der Accounts ist, der dir folgt oder umgekehrt dürfte ein Rolle spielen.

Und dann natürlich, wie ernst es dem User mit Twitter ist, was man am leichtesten daran erkennen kann, ob er sein Profil und Hintergrundbild anpasst hat.

Außerdem zeigt Twitter in den Suchergebnissen bevorzugt Resultatw in der  von dir in den Einstellungen ausgewählten Sprache an.

Das Netzwerk und seine Reichweite

Alle deine Follower, Freunde und Abonnenten machen das aus, was man gemeinhin als Netzwerk bezeichnet. Je größer das Netzwerk ist, desto größer wird deine Reichweite sein. Und du kannst nicht nur die Personen, die unmittelbar mit dir verbunden sind, erreichen, sondern auch diejenigen, mit denen du nur indirekt über andere Leute verbunden bist. Vorrausgesetzt deine Follower retweeten deine Beiträge. Wie ein Stein, den man ins Wasser wirft, eine Welle erzeugt, die sich vom Mittelpunkt entfernt und dabei einen immer größeren Durchmesser erreicht. Aber genauso, wie bei der Analogie mit der Welle, werden die Kreiswellen zum Rand hin immer niedriger und laufen schließlich ganz aus. Mit etwas Glück trifft die Welle aber auf einen oder mehrere Leute, die selber einen großen Einfluß in ihrem Netzwerk haben. Wenn so jemand deinen Tweet retweetet beginnt das Spiel von neuem: Ein Stein fällt ins Wasser, die Wellen breiten sich aus. Wenn das nur häufig genug geschieht, dann spricht man davon, dass sich der Beitrag viral verbreitet.

Man sieht daran, dass nicht nur die Größe des Netzwerks darüber entscheidet wie groß die Reichweite deiner Tweets sein wird, sondern auch die Qualität deiner Follower.

Ein Hand wäscht die andere – Follower gewinnen

Wir haben gesehen, dass der Erfolg bei Twitter vor allem von Meng und Qualität deiner Follower abhängt. Wie aber bekommst du jetzt eine möglichst große Menge an Followern zusammen?

Es gibt eigentlich nur eine Methode um möglichst viele echte Follower zu gewinnen. Diese Methode folgt einem ganz einfachen und weit bekannten Prinzip:

Eine Hand wäscht die andere.

Das ist die Methode, die dir in allen sozialen Netzen den Erfolg bringen wird!

Du willst Follower? Dann folge anderen.

Nichts freut einen Twitter User mehr, als dass man ihm folgt. Und tatsäclich, fast die Hälfte der Leute denen du auf diese Art folgst werden dir gemäß der angesprochenen Methode zurück folgen. Daraus folgt aber im Umkehrschluß natürlich, dass du wiederun selber denen zurückfolgen solltest, die dir folgen. Dadurch bindest du diese Leute fester an dich. Warum das wichtig ist werden wir weiter unten sehen.

Dass dir fast die Hälfte der Benutzer folgen wird, ist leider nur eingeschränkt richtig. Diese Zahl gilt nur im internationalen Bereich, also wenn du Leuten aus aller Welt folgst. Da du deinen Schwerpunkt aber vermutlich eher  auf deutsche User legst, muss ich dich enttäuschen. Deutsche Twitter-User sind viel komplizierter. Höchsten ein Drittel, wird sich von dir dazu verführen lassen dir zu folgen.

Ich habe mir schon mehrmal den Kopf darüber zerbrochen, warum das wohl so ist und bin zu der Überzeugung gekommen, dass im deutschsprachigen Twitterbereich Dünkel und Arroganz, gepaart mit einer kräftigen Portion Egoismus weit verbreitet sind.

So manch einer glaubt dass wenn er am frühen morgen der Welt mitgeteilt hat, dass sein Kaffee einer mit Sahnehäubchen war, er kurz vor dem Nobelpreis für Literatur steht. Viele Twitter-User verwenden Twitter zur persönlcihen Selbstadrstellung, in Deutschland scheint diese Gruppe aber viel ausgeprägter zu sein.

Wenn man sich international bewegt, dann finden sich sehr viel schneller Leute ein, die das Netzwerk bereichern und gerne bereit sind deine Tweets zu  retweeten. Dazu muss der Tweet dann aber auch in einer verbreiteten Sprache, bevorzugt englisch, verfasst sein.

Für Künstler ist das eine prima Sache, und natürlcih auch für Autoren, die eine englische Version ihres Buches an den Mann bringen wollen. Wenn du aber nur ein deutschsprachiges Publikum ansprechen willst, dann musst du leider mit der deutschsprachigen Twittergemeinde klar kommen.

Große Mengen

Um an große Mengen von potentiellen Followern heran zu kommen, kannst du dir zunächst einmal die Follower anderer Autoren aus deinem Genre aneignen. Und das geht so:  Suche zunächst einmal einen Autor, der so ähnliche Bücher schreibt wie du. Du schreibst Fantasy-Romane, dann suche nach anderen Autoren, die Fantasyromane schreiben. Entweder suchst du nach dem Namen, einem Buchtitel oder einfach mal nach dem Hastag #Fantasy. Nicht jeder Fantasy-Autor, aber doch die meisten dürften sich auf Twitter tummeln.

Die Überlegung dahinter ist, dass viele der Follower deines Mitbewerbers, nur deshalb seine Follower sind, weil sie ihn gut finden und auf seine Bücher stehen. Ist doch logisch, oder? Und wer auf jetzt genau diese Bücher mag, der würde bestimmt auch mal dein Buch gerne lesen.

Wenn du jetzt also das gefundene Profil deines Konkurrenten betrachtest, kannst du dort die Anzahl  seiner Follower sehen. Klick da mal drauf und schon öffnet sich ein Fenster das dir eine Liste anzeigt. Und praktischerweise gibt es da auch gleich den Folgen-Button.

Wenn du schnell vorgehen willst, dann fängst du jetzt einfach oben an und klickst bei jedem einzelnen Benutzer auf den Follow-Button. Klick, Klick, Klick, Klick…. Es dauert nur zwei oder drei Minuten und schon folgst du 50 bis 100 Twitter-Usern mehr. Du kannst das auch 10 Minuten lang betreiben, je nach gusto. Oder zwei Wochen lang täglich. Die Zahl derer, denen du folgst erhöht sich so allmählich. Und, oh, Wunder! Die Leute folgen dir zurück! Eine Woche später wirst du eine beträhctliche Anzahl neuer Follower verbuchen können.

Obergrenzen

Damit man das Verfolgen anderer Benutzer nicht zu aggressiv betreibt, hat Twitter ein paar Obergrenzen eingebaut. Du kannst pro Tag maximal 1000 neuen Leuten folgen. Und wenn du die 5000 erreicht hast ist erst einmal Schluß. Danach kannst du immer nur 10% mehr Leuten folgen, als du bereits eigene Follower hast.

Wenn du selber 5000 Follower hast, dann kannst du dementsprechend 5500 Leuten folgen. Hast du 5500 Follower, dann kannst du 550 mehr verfolgen, also 6050 Stück.

Aber immer darauf warten, dass dir die entsprechende Anzahl von Leuten folgt ist ein wenig mühsam.  Denn tatsächlich ist dir ja nur ein Teil der Leute zurückgefolgt. Du hast also einen großen Overhead erzeugt.

Das einzige, was dir an dieser Stelle übrig bleibt ist es deine Followergemeinde sinnvoll zu verwalten. Indem du die Leute entfolgst, die dir nicht folgen wollen. Leider zeigt dir Twitter diese Leute nicht gesondert an. Deshalb haben findige Leute entsprechende Tools entwickelt. Über diese Tools spreche ich in einem späteren Kapitel.

Das Verfolgen der Follower anderer User ist gute Methode, um sich schnell eine große Followergemeinde auf u bauen. Sie hat aber auch einen Nachteil. Viele Twitterbenutzer, die zwar in den Followerlisten anderer Benutzer auftauchen sind womöglich schon längerer Zeit nicht mehr aktiv in Erscheinung getreten. Manche haben vielleicht ganz aufgehört Twitter  zu benutzen. Die folgst daruch immer aucheinem gewissen Anteil von Benutzern, die dir vermutlcih nie zurück folgen werden und die dich dadurch nahe an die oben erwähnte Obergrenze treiben.

Twitter Trends für Deutschland am 2.3.2017

Deshalb kann es Sinn machen, dass du bewusst nach aktiven Twitter-Nutzern suchst. Dazu sind die Trending-Listen, die Twitter anbietet sehr sinnvoll. Die Trends findest du auf deiner Profilseite, direkt unter deinem Profilfoto. Je näher der im Trend liegende Hashtag jetzt an deinem Interessensgebiet liegt, desto besser. Du kannst aber auch einfach irgendeinen Trend verwenden.

Der Vorteil der Trends liegt auf der Hand. Das sind die Tweets, die gerade getweetet werden. Also lass dir die Tweets anzeigen indem du auf einen der Trendbegriffe klickst und folge denen, die da twittern. Das ist jetzt nicht so komoftabel, wie mit der Followerliste, dafür kannst du sicher sein, dass der entsprechende Benutzer tatsächlich existiert und aktiv ist.

Es macht ebenfalls Sinn denen zu folgen, die einen bestimmten Tweet, bevorzugt einen aus deinem Interessengebiet, geliked oder retweetet haben.
Also, suche nach Tweets aus deinem Interessengebiet und folge den Leuten, die diese Tweets verfasst haben. Wenn du dabei auf einen Tweet stößt, der besonders viele Likes und Retweets bekommen hat, dann schnapp dir die, die diesen Tweet geliked oder retweetet haben. Je neuer die Tweets sind, desto wahrscheinlicher ist es dass du auf diese Art an aktive Twitterer herankommst.


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